Abstimmungen vom 8. März

Fortschritte für die Wirtschaft – aber eine verpasste Chance für den Klimaschutz
Die eidgenössischen Abstimmungen vom 9. März haben wichtige Signale für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft der Schweiz gesetzt. Für Der Gewerbeverein zeigen die Ergebnisse sowohl positive Entwicklungen als auch eine verpasste Chance in der Klimapolitik.
Individualbesteuerung: ein wichtiger Schritt zu mehr Steuergerechtigkeit
Der Gewerbeverein begrüsst die Annahme des Bundesgesetzes über die Individualbesteuerung mit 54,3 % Ja-Stimmen. Diese Reform beendet die seit Jahrzehnten kritisierte «Heiratsstrafe» und schafft gleiche steuerliche Bedingungen für verheiratete und unverheiratete Paare.
Gleichzeitig stärkt sie die wirtschaftliche Flexibilität: Zweite Einkommen werden attraktiver, was langfristig dazu beiträgt, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
SSR-Initiative: klares Nein schützt die Medienvielfalt
Der klare Entscheid gegen die Initiative zur Halbierung der SRG-Gebühren bewahrt die Qualität und Vielfalt der öffentlichen Medienlandschaft in der Schweiz.
Ein vielfältiges Mediensystem ist eine zentrale Grundlage für eine funktionierende Demokratie und einen informierten öffentlichen Diskurs.
Klimafonds-Initiative: grosse Enttäuschung über das Nein
Der Gewerbeverein bedauert hingegen die Ablehnung der Klimafonds-Initiative deutlich. 89 % der Mitglieder hatten sich für den Fonds ausgesprochen.
Ein solcher Fonds hätte ein strategisches Instrument für die Energiesouveränität der Schweiz darstellen können und gleichzeitig Investitionen in lokale Arbeitsplätze, etwa im Bereich Gebäudesanierungen, ermöglicht.
Der Gewerbeverein wird sich weiterhin für marktwirtschaftliche Lösungen einsetzen, die Innovation fördern und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit mit ökologischen Zielen verbinden.
Wie Christophe Barman, Co-Präsident des Gewerbevereins, erklärt:
«Die Ablehnung des Klimafonds ist eine verlorene Chance für die Zukunft unserer Wirtschaft. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Schweiz ihre Energiesouveränität stärkt und den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft beschleunigt.»