Der Gewerbeverein
18. Februar 2026

Nein zur Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)»

Nach einer klaren Mitgliederumfrage spricht sich Der Gewerbeverein gegen die Volksinitiative «200 Franken sind genug!» aus: 91 % der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer lehnen den Vorstoss ab. Die Initiative gefährdet die Zuverlässigkeit der Information und den nationalen Zusammenhalt, beides zentrale Säulen für ein stabiles Wirtschaftsklima.

Warum die Initiative problematisch ist:

  • Eine Kürzung des SRG-Budgets um 40 % würde den Service public massiv schwächen – ohne angemessenes Verhältnis zu den Einsparungen.
  • Falschbehauptungen zur Belastung der Unternehmen: Nur ein kleiner Teil der Betriebe ist von der Gebühr betroffen, und die Kosten sind minimal im Vergleich zu anderen Ausgaben.
  • Risiken für Demokratie und Vielfalt: Ein starker Service public ist essenziell im Kampf gegen Desinformation und für den Zusammenhalt der Sprachregionen.

Der Gewerbeverein unterstützt den Kompromissvorschlag des Bundesrates, der eine schrittweise Senkung der Gebühr auf 300 Franken und eine Befreiung für KMU mit einem Umsatz unter 1,2 Millionen Franken vorsieht. «Dieser Weg entlastet die Kaufkraft, ohne den Service public zu gefährden», so Co-Präsident Christophe Barman.

 

Parolenfassung: Nein zur Steuergesetzrevision 2025

Die Initiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» verlangt eine deutliche Senkung der Radio- und Fernsehabgabe sowie die vollständige Befreiung der Unternehmen von dieser Abgabe.

Die Vorlage: In der Bundesverfassung soll ein Höchstbetrag von 200 Franken pro Haushalt festgeschrieben werden (heute 335 Franken). Zudem soll die Abgabe für Unternehmen vollständig aufgehoben werden. Diese Reduktion entspräche einer Kürzung des Budgets der SRG um rund 40 Prozent.

Das Ziel: Die finanzielle Entlastung der Haushalte und Unternehmen sowie eine stärkere Fokussierung der SRG auf ihren Kernauftrag als Service-public-Anbieterin und damit die Stärkung von privaten Anbietern.

Argumente dafür: Die heutige Abgabe sei zu hoch, und Unternehmen würden doppelt belastet. Eine auf das Wesentliche konzentrierte SRG könne auch mit geringeren Mitteln einen qualitativ hochwertigen Service public erbringen und gleichzeitig den Ausgleich zwischen den Sprachregionen sicherstellen.

Argumente dagegen: Die vorgeschlagenen Kürzungen würden zu massiven Programmeinschränkungen, zur Schliessung regionaler Standorte und zu einer Schwächung des Service public führen, insbesondere in sprachlichen Minderheitenregionen. Ein starker audiovisueller Service public sei zudem zentral im Kampf gegen Desinformation.

Position der Behörden: Der Bundesrat und das Parlament empfehlen die Ablehnung der Initiative. Sie erachten die vorgeschlagene Reduktion als unvereinbar mit dem Service-public-Auftrag der SRG. Vorgeschlagen wird stattdessen eine schrittweise Senkung der Abgabe bis 2029 auf 300 Franken und die Aufhebung der Abgabe für Unternehmen mit einem mehrwertsteuerpflichtigen Jahresumsatz von bis zu 1,2 Millionen Franken.




Nachfolgend eine Übersicht zur Stimmverteilung unserer Mitglieder in Prozent:

Stimmverteilung
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